Einfache und zuverlässige Technik

Die Biogas-Aufbereitung nach dem Carbotech-Verfahren ist denkbar einfach: Das Biogas wird verdichtet und zunächst katalytisch über Aktivkohle von Schwefelwasserstoff (H2S) und durch anschließende moderate Kühlung weitestgehend von Wasser befreit.

Das so konditionierte Biogas durchströmt danach ein Kohlenstoffmolekularsieb (Filter), das weitere Verunreinigungen (CO2, H2O, restlicher H2‚S, Siloxane, NH3, Geruchsstoffe, teilweise N2, O2 u. a.) wie ein Schwamm aufnimmt und Bio-Erdgas produziert.

Nach bestimmten Zeitintervallen schaltet die Anlage auf einen anderen Filter um und der vorherige wird durch Vakuum wieder vollständig regeneriert. Die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) und Online-Gasanalytik gewährleisten einen automatischen, sicheren und zuverlässigen Betrieb.

Sparsamer Aufbereitungsprozess

Die Druckwechseladsorption von Carbotech ist ein trockener Biogas-Aufbereitungsprozess, der äußerst sparsam ist. Das heißt:

  • kein Prozesswasser, keine Prozesswasserkonditionierung
  • kein Abwasser, keine Abwasseraufbereitung
  • keine Chemikalien
  • keine belasteten Abfälle

Optional kann das ZETECH4®-System implementiert werden. ZETECH4® steht für "Zero Emission Technology". Es ermöglicht einen weltweit einzigartigen emissionsfreien, patentierten Biogas-Aufbereitungsprozess. Außerdem wird die Produktgasausbeute erhöht und der Gesamtwirkungsgrad verbessert.

Atrhfn_230910_045_stage_xl.jpg

Biogas produzieren, aufbereiten und einspeisen aus einer Hand

Viessmann hat in seinem Komplettprogramm die dafür notwendigen Produktions- und Aufbereitungsanlagen. Verschiedene Hersteller bieten Anlagen zur Biogas-Produktion nach dem Trocken- oder Nassfermentationsverfahren an. Mit den Unternehmen Schmack Biogas und Bioferm, die ebenfalls zur Viessmann Group gehören, können beide Verfahren aus einer Hand geliefert werden.

Wirtschaftlich planen und investieren

Die Bundesregierung hat für das Jahr 2020 die Einspeisung von sechs Milliarden Kubikmeter Bio-Erdgas ins Netz als Ziel ausgegeben. Zuletzt hat Deutschland rund 100 Milliarden Normkubikmeter Erdgas verbraucht. Nach einer Berechnung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) müssten jedes Jahr rund 100 leistungsfähige Einspeiseanlagen gebaut werden, um dieses Ziel zu erreichen.

Eine anspruchsvolle Aufgabe, zu deren Lösung Carbotech mit seiner langlebigen und umweltfreundlichen Technik wesentlich beitragen kann. Das Unternehmen begleitet die Investoren von ersten Überlegungen über die Planung bis hin zum Bau und die Inbetriebnahme der Bio-Erdgas-Aufbereitungs- und auch Einspeiseanlagen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Investor oder der Betreiber zur Produktion des Rohbiogases für einen Trocken- oder Nassfermenter entscheidet.

3J8G4058_stage_xl.jpg

Wie viel Gas wird produziert?

Eine wesentliche Grundlage für die Planung einer Biogasanlage ist die verfügbare Menge an Rohgas, die erzielt werden soll. Dafür sind der Anfall an Bioabfall oder die Menge an Biomasse wichtige Faktoren.

Das Leistungsspektrum deckt den Bereich von wenigen bis hin zu mehreren Tausend Kubikmeter Biogas ab. Die standardisierte Containermodul-Bauweise sorgt  darüber hinaus für niedrige Aufstell- und Inbetriebnahmekosten sowie einfache Schnittstellen. Die modulare Bauweise der Biogas-Aufbereitungsanlagen ermöglicht eine Verarbeitung von Rohgasmengen bis zu 3000 m³/h. Größere Mengen werden durch individuell geplante Anlagen abgedeckt.

Die Erzeugung von Bio-Erdgas aus biogenen Gasen mittels der Druckwechseladsorptionstechnik ist besonders effizient,  umweltfreundlich und langlebig. Im Gegensatz zu Wasch- und Membranverfahren werden neben Kohlendioxid auch Wasser, Siloxane, Schwefelwasserstoff, FCKWs usw. aus dem Rohgas entfernt.

Biogas-Aufbereitungsanlage (BGAA)

Die BGAA-Baureihe verfügt über alle Eigenschaften, die man von einer Biogas-Aufbereitungsanlage erwartet: kompromisslos sicher, wirtschaftlich, zuverlässig, kompakt und dennoch bedienungs- und wartungsfreundlich. Die betriebsfertige Containerausführung sorgt darüber hinaus für (planbar) niedrige Aufstellkosten und einfache Schnittstellen: lediglich Gas- und Stromanschlüsse werden benötigt, um Bio-Erdgas von hoher Reinheit zu erzeugen.

Biogas-Einspeisestation (BGEA)

Projekt- und kundenwunschbezogen kann auch die zur Biogas-Einspeisung notwendige Einspeisestation (BGEA) von Carbotech geliefert werden. Die gesamte Einspeisestation wird gemäß der relevanten DVGW-Normen und Regeln geplant, gebaut und geprüft. Weitestgehend vormontiert wird dann die komplette Containeranlage getestet, zur Baustelle geliefert und dort in kürzester Zeit eingebunden. Die Einspeiseanlage kann projektbezogen aus folgenden Systemkomponenten bestehen:

  • GDRM-Anlage
  • Nachverdichterstation 1-/2-/3-stufig - netzdruckabhängig 2 x 50%, 3 x 50%, 2 x 100% Kapazität
  • Sauerstoffentfernungsmodul (EASEE-Gasanforderung)
  • LPG-Zumischungsanlage (optional mit Pumpenstation)
  • Luft-Zumischungsanlage
  • Odorieranlage
  • Gasbeschaffenheitsmessanlage

Die Kosten

Dank eines hocheffizienten Prozesses, geringem Betriebsmittelbedarf und ausgereifter, zuverlässiger und langlebiger Anlagentechnik mit Industriestandards sind sowohl die spezifischen Aufbereitungskosten als auch die Life-Cycle-Kosten ausgesprochen niedrig. Bei größeren Anlagen sind Werte von weniger als einem Cent je Kilowattstunde Brennwert möglich.

Wusterhaus 3_stage_xl.jpg